Haben Sie heute schon neue Innovationen hervorgebracht und Ihre ganzen Ideen gemanagt? Waren Sie schon kreativ, haben fleißig gebrainstormt oder mit Design Thinking Produkte aus Kundensicht entwickelt? Neue Ideen mit der Lean-Startup-Methode definiert. Die Ergebnisse dann ganz agil auf Ihrem Kanban Board aktualisiert, um Sie später dann in den täglichen Sprint-Meetings Ihrem interfunktionalen Team vorzustellen?

Haben Sie auch bereits Ihre Prozesse mit Process Mining analysiert? Um den Weg zu bereiten, dass Ihr Big Data Projekt alle Daten für die Business Intelligence Lösungen liefert? Oder waren Sie zu beschäftigt damit, Ihre aktuellen Produktionsmittel mit KI fit für Industrie 4.0 zu machen und im Sinne des Internet der Dinge (IoT) alles miteinander zu vernetzen? Passen Sie dabei aber bitte auf, dass Sie mit Ihrem Six-Sigma-Black-Belt nicht das notwendige Lean-Management Mindset verlieren!

Vermutlich passen Sie Ihr Mindset aber sowieso regelmäßig an. Man kann nicht immer nur mit dem Why starten, sondern der Zweck des Unternehmens, Werte und Philosophien müssen ja zu den Big Five passen. In der Regel aber kein Problem, denn Sie wissen ja, wie man das One Thing mit Pommodore, Anti-Ablenkungs-Blockern und den notwendigen Zeit-Trackern in Jahreshorizonten erreicht.

Müssen Sie auch als Unternehmer und Führungskraft. Nicht umsonst kümmern Sie sich ja noch um Personal 4.0, erkennen Pfeifen und Psychopathen auf Kilometer und haben für jeden Mitarbeiter passende farbliche Persönlichkeitsprofile. Waren das noch Zeiten, als sich Ihre Mitarbeiter nicht stundenlang um Werte und Führungsprinzipien gekümmert haben und jeder einfach so „nur“ gearbeitet hat. Da hat die Abteilung, die sich um die Resilienz Ihrer Mitarbeiter kümmert, ganze Arbeit geleistet!

Digitalisierung sei Dank können Sie sich auf solche Themen fokussieren. Ihre Business Process Management Suite hat ja mittlerweile alle Prozesse in dynamische Workflows gesteckt und jeder Handgriff können Sie über 720°-Reporte auswerten. Da Ihr komplettes ERP mittlerweile as-a-Service aus der Cloud kommt, ist das auch kein Thema. DSGVO, Compliance und Cyber-Security gehören zu Ihren Steckenpferden. Da macht Ihnen sowieso keiner was vor! Notfalls muss der Scrum Meister seinen Backlog mit dem Product Owner halt nochmals in einigen Changes anpassen. Und das geht meist asap und liefert den notwendigen Quick-Win für die gewünschte Performance. Was auch alle wissen, denn es wird ja alles brav in Intranet, Slack, Twitter, auf der Facebookseite veröffentlicht. Auf Instagram und Pinterst auch in Bildern, damit man die Generation Y (oder was es Z?) nicht verliert. Alles aligned mit dem Corporate Design, der Corporate Identity und der Corporate Social Responsibility.

Wäre ja auch gelacht, wenn Ihre Best-Practice-Prozesse und die damit eingehende Business-Excellence nicht reichten würde, um in jedem Benchmark die Nase vorne zu haben. Die notwendigen KPI kontrollieren Sie ja auch stündlich in Ihrem Unternehmer-Dashboard-Cockpit, das vollständig auf Ihr Framework und den Reifegrad Ihres Unternehmens ausgerichtet ist! Wozu hat man denn auch Business Analysten, Business Manager, Business Developer, Business Engineers, Business Re-Engenieers und die anderen Business Kasper. Die kann man ja mit den neuesten HR-Tools perfekt koordinieren. Samt der vollautomatischen Reisekostenabrechnung, die das TUI-Ticket schon zahlt, bevor der reisende Mitarbeiter überhaupt eingestellt ist.

Stopp, ich muss hier kurz unterbrechen: meine Wunderlist erinnert mich grad an meine 321-Outlook-Aufgabe. Fast vergessen, aber das Signal auf meinem Laptop, Handy, Armgelenk und der Bot haben mich erinnert. Hatte ich zuerst mit meinem 24h-Biorythmus-Control-Piepen verwechselt, der mich daran erinnert, dass ich noch ein paar Vitamine essen soll und bald meinen Nachmittags-Power-Nap machen muss. Der tut bestimmt gut nach meinem Power-Yoga, dass ich grad in meine Arbeitswelt 4.0 integriert habe. Selbstverständlich behalt ich hier die Data Governance, entsprechend meiner IT-Architektur, die eng am mein Enterprise Modell geknüpft ist. Schon damals bei meinem Business Modell Canvas habe ich das berücksichtigt, aber wer tut das wohl nicht.

Überhaupt kann man der Digitalisierung nicht genug danken: das neue Dokumentenmanagement System kann jetzt schon Ihre Gedanken archivieren. Hoffentlich haben Sie da in Ihrem hypersichern NAS noch genug Platz. Denn die 500 eingescannten QM-Zertifikate , die sie absolut brauchen, um die Qualität des Unternehmens zu beweisen, liegen schon dort. Egal, irgendein IT’ler macht sicherlich noch einen Hotspot oder Hub für Sie auf. Der persönliche Assistent, der sich die ganzen Passwörter merkt, regelt das schon. Ist ja auch nicht so schwer, die neuesten Sicherheitsstandards verlangen eine Änderung ja nur alle 3 Tage. Soll was tun für sein Geld.

Alles Unwichtige haben Sie eh outgesourct oder an Shared-Service-Center ausgelagert. War gut für die Weiterentwicklung Ihrer Mitarbeiter, denn die sprechen jetzt auch indisch, polnisch und chinesisch. War eine ganz schöne Herausforderung, dafür die passenden End-to-End-Prozesse zu identifizieren. Aber die Marketing-Geeks haben über eine sauber durchgeführte Customer-Journey-Analyse erst den Lifetime-Value Ihrer Produkte bewertet, die Gamification Anteile analysiert und das ganze dann über eine Reihe A-B-Tests verifiziert. Damit das zukünftig auch jeder kann, sind die Vorgehensweisen natürlich schon in Ihr Wissensmanagement 8.0 und die internen eLearning-Plattformen integriert worden. Schön mit diesen Menschen zu arbeiten, nachdem ja das ganze Personal in der Produktion und Logistik auf Robotics umgestellt worden ist.

Zufrieden können Sie feststellen, dass ist Ihre 4h-Woche gleich vorbei ist und Sie sich endlich um Ihre Worklife-Balance kümmern können. Nur noch der neue Online-Kurs „Trends 2040“. Den Rest erledigen dann Ihre digitalen Assistenten.

Es ist niemals genug! Niemals!

 

 

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