Die Geschichte hinter dem Prozessmaler

Inhalt:

Vorweg: was ihr hier findet und bekommt

Ob Blog, Podcast oder YouTube: in meinen Beiträgen vermittele ich mein Wissen und meine Erfahrung aus nun über 15 Jahren Projekt- & Prozessarbeit.

Mein Ziel ist es dabei:

  • die Themen so einfach wie möglich darzustellen
  • praktische Tipps zu geben, mit der sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene etwas anfangen können
  • andere Perspektiven, Lösungen und Vorgehensweisen zu zeigen
  • Vorteile und Nutzen des Prozessmanagements bewusst zu machen, um dies in den Unternehmen voranzutreiben
  • Zum Austausch mit mir anzuregen

Am Ende muss jeder wissen, welchen Mehrwert er daraus für sich generiert. Mein Wunsch ist es auf jeden Fall, dass ich eure Arbeit damit einfacher und besser mache.

Hinweis: Da ich immer davon ausgehe, dass ich zu Gleichgesinnten spreche, nutze ich vorwiegend das respektvolle “du” bzw. “ihr”.

Über mich

Zurückblickend hat irgendwie alles in meinem Leben scheinbar etwas mit Prozessen und dem analytischen Lösen von Problemen und knifflige Aufgaben zu tun gehabt. Laut meiner Mutter habe ich mich bereits im Kindergarten jeden Tag auf Puzzles und Bausteine gestürzt. Mit 4 Jahren, so berichtet mein Vater heute stolz, habe ich seine eigenen Kollegen in Brettspielen wie Dame und Mühle geschlagen. Es folgten im Jugendalter Strategiespiele wie Tetris, Risiko oder entsprechende PC-Spiele, mit denen ich mich stundenlang die Zeit vertreiben konnte.

Auch in der Schule mochte ich Fächer wie Mathe, Physik oder Chemie, bei denen man die Aufgaben durch Anwenden bekannter Methoden und Logiken lösen musste. Und bevor ich mich versehen konnte, bin ich im Anschluss an mein Studium zum Wirtschaftsingenieur direkt in einem Job gelandet, der sich mit der Gestaltung und Dokumentation von Logistikprozessen beschäftigt hat und der Aufgabe, diese in einem entsprechenden Tool abzubilden.

Danach in Kurzfassung: Wechsel des Unternehmens. Erst Prozessmanager, dann Aufbau eines zentralen strategischen Prozessmanagement . Kurze Zeit später  Gruppenleiter Anforderungsmanagement. Danach Methodenspezialist, vor allem Unterstützung der Fachbereiche bei Prozessaufnahme, Prozessmodellierung und Prozessgestaltung. Und immer mit dabei: der Spaß an der Sache und ein Enthusiasmus, der schnell auf andere überspringt.

In meiner Freizeit verbringe ich gerne und viel Zeit mit meiner Frau und meinen beiden Söhnen. Ich lese gerne, spiele ab und an mal Golf, und treffe mich gerne mit Freunden. Zudem liebe ich es – typisch als Saarländer – zu “Schwenken“. Gemäß meiner Natur natürlich mit ständig wechselnden Gerichten und immer auf der Suche nach einer neuen “Kreation”. Und nicht zuletzt packe ich auch in meiner Freizeit gerne persönlich an, und versuche mich regelmäßig als Hobbyhandwerker im und ums Haus. Und in den letzten freien Minuten engagiere ich mich gerne ehrenamtlich. Hier haben es mir besonders die Wirtschaftsjunioren Deutschlang angetan, wo ich sowohl auf Bundesebene als auch in unserem Kreis Saarbrücken seit 2012 tätig bin.

Der Sprung in die Selbständigkeit und zum Unternehmen

In meinem letzten Angestelltenverhältnis hatte ich eine Zeit, die ich nachträglich und mit den danach gesammelten Erfahrungen vielleicht als typische Inhouse-Berater Zeit bezeichnen würde,

Wir waren ein junges ambitioniertes Team mit dem Ziel, in einem großen Konzern Prozessmanagement einzuführen und die Arbeit mit Geschäftsprozessen zu etablieren. Wir kämpften tapfer und mit Begeisterung gegen alle Widerstände. In vielen Projekten unterstützten wir beharrlich die Fach- und IT-Abteilungen, die gleiche Sprache zu sprechen und die Unternehmensabläufe optimal in die vorhandenen Tools und Systeme zu integrieren. Häufig gab es Gegenwind und es fehlte die Unterstützung des Managements. Denn anstatt auf das interne Wissen und Know-How der eigenen Mitarbeiter zu vertrauen, heuerten die Verantwortlichen immer wieder große teure Beratungsgesellschaften an. Diese zogen ohne Rücksicht ihren Standard durch, verschwanden so schnell wie sie da waren und hinterließen theoretische Konzepte statt konkreten Ergebnissen. Darüber konnten wir nur den Kopf schütteln: „Das können wir definitiv besser“, dachten wir fast täglich.

2012 ging der Konzern dann in die Insolvenz und ich fasste mir ein Herz. Also machte ich mich selbständig und ging als Freelancer auf den freien Markt. Und das lief. Denn schnell stellte sich heraus, dass Business Process Management in Unternehmen immer noch in den Kinderschuhen steckt, dabei aber immer wichtiger wird. Und meine einfache und pragmatische Art schien bei meinen Auftraggebern in den Konzernen gut anzukommen. Eine willkommene Abwechslung zu den „Armani-Beratern“. Schon kurze Zeit später konnte ich die Aufträge gar nicht mehr allein bewältigen. Also nahm ich meine ehemalige Kollegin Kristina 2013 mit an Bord, die die Insolvenz mitten in ihrer Elternzeit getroffen hat.

Auch die nächsten Jahre war die Auftragslage gut. In den Konzernen gab es immer was zu tun. Aber uns wurde immer klarer und klarer, dass die eigentlichen Herausforderungen im Bereich der KMU liegen. Dort ist der Nachholbedarf an vielen Stellen noch größer und der Wandel noch schneller. Und genau dort ist es noch wichtiger, einfach und pragmatisch zu bleiben. Lösungen müssen schnell eingeführt werden, lange Zeit für Konzepte gibt es hier nicht. Also habe ich 2017 den Entschluss gefasst, das Beratungsunternehmen „prozesspunktnull“ zu gründen, welches sich speziell auf KMU und deren Herausforderungen im Prozessmanagement konzentriert. „Nebenbei“ wollte ich aber noch weiterhin die Konzerne beackern, um das notwendige Wissen aufrecht zu erhalten, dass auf die KMU transferiert werden muss. Im gleichen Jahr stieß dann Yamina, ebenfalls ehemalige Kollegin von Kristina und mir, ins Team. 2018 dann noch zwei Projekt- und Prozessmanagement-Assistentinnen, die uns bei der täglichen operativen Arbeit unterstützen. Seitdem arbeiten wir in unserem kleinen Team daran, das zu machen, was wird immer vorhatten: Einfach.Besser.Machen!

Der Prozessmaler

Angefangen hat alles 2015. Ich habe schon immer gerne geschrieben, auch in persönlichen Blogs oder Berichte für örtliche Sportvereine. Und irgendwie verspürte ich den Drang, meine Erfahrung mit anderen zu teilen, ja eigentlich auch, „das Prozessmanagement“ in die Welt zu tragen und prominenter zu machen. Zu der damaligen Zeit gab es noch nicht viel auf dem deutsch-sprachigen Prozessmanagement-Blogging Markt (auch heute ist die Anzahl noch überschaubar). Und was mich dort immer geärgert hat: viele der Artikel haben wissenschaftlichen Studien geglichen, die voll mit Fach- und Fremdwörtern waren, sehr schwer verdaulich waren, und zudem nur für wirkliche BPM-Cracks wirklich verständlich und interessant. Und ich wollte ja genau das Gegenteil, nämlich dieses komplex-wirkende Schreckgespenst Prozessmanagement einfach und verständlich zu machen, und auch dem Otto-Normal-Anwender was an die Hand geben, mit dem er loslegen kann. Ich wollte nicht den 100sten Abklatsch bekannter Theorien vermitteln, sondern das, was ich tagtäglich in meiner Praxis erlebe, von dem ich weiß´, dass es funktioniert, oder halt nicht.  Und diese Idee war wohl gar nicht so schlecht…

Schnell wurde aus der Begeisterung zum Schreiben mehr. Leute haben mich plötzlich kontaktiert. Ich wurde nach fachlichen Dingen gefragt, man wollte Meinung hören, und ja, es ist durchaus auch das ein oder andere Geschäft daraus entstanden. Aber es war keine Einbahnstraße. Auch mir hat der Austausch mit den Leuten viel gebracht. Ich habe andere Probleme, andere Perspektiven, und auch andere Vorgehensweisen gelernt. Vermeintliche „Konkurrenten“ haben mich kontaktiert. Daraus wurden neben dem höchst-spannenden fachlichen Austausch auch noch ein hervorragendes Partnernetzwerk! Grandios!

Und irgendwann bin ich dann auf das Podcasten aufmerksam geworden. Und da ich noch viel lieber rede als schreibe war der Schritt natürlich klein, und ich habe 2016 mit dem Podcast begonnen. Auch dort wieder mit dem Ziel, praktische Erfahrungen und Lösungsmöglichkeiten zu vermitteln. Aber auch, durch geeignete Gesprächspartner den Horizont zu erweitern, andere Betrachtungsweisen, andere Lösungen und Erfahrungen einzubringen.

Lesen, Hören, musste nur noch das Sehen her. Und schon war er da, der YouTube Kanal, der aber ehrlicherweise noch ein wenig stiefmütterlich von mir behandelt wird. Wird sich aber hoffentlich noch ändern…

Der Prozessmaler und prozesspunktnull

Ich habe es oben ja bereits ausführlich geschildert: irgendwann während meiner freiberuflichen Tätigkeit ist der Prozessmaler entstanden. Und irgendwann ist neben meiner freiberuflichen Tätigkeit mein Unternehmen „prozesspunktnull – Die Praxis für Geschäftsprozesse“ entstanden (Hier geht’s zur Webseite: prozesspunktnull.de).

Dort unterstützen wir hauptsächlich KMU bei der Prozessanalyse, Prozessvisualiserung und Prozessoptimierung & Digitalisierung. Ein großer Fokus liegt dort aber ebenfalls darauf, unser Wissen in Form von Seminaren, Trainings und Master-Sessions an unsere Kunden und alle, die dort Bedarf haben, weiterzugeben.

Mittlerweile fällt es mir sehr schwer, zwischen meiner Rolle als Prozessmaler und meinem Unternehmen zu trennen. Irgendwie geht alles ineinander über, weswegen auch auf dieser Seite die Einflüsse und Erfahrungen von prozesspunktnull immer mehr und immer deutlicher werden. Es ist eine Verbindung, die von beiden Seiten genährt und getrieben wird, bei dem die eine Seite nimmt, dann gibt, und das im permanenten Wechsel. So fließt z.B. unsere Erfahrungen aus prozesspunktnull immer wieder hier in die Beiträge ein. Andersherum konzeptionieren wir für prozesspunktnull Trainings, die ihren Ursprung in Diskussionen und Anfragen zu bestimmten Prozessmaler-Beiträgen haben. Für mich eine Win-Win-Situation, und ich denke, für alle „Follower“ des Prozessmalers ebenfalls.

Ein erster Zusammenschluss erfolgte schon im Bereich der Newsletter. Seit kurzem gibt es ein „Gemeinschafts-Newsletter“ vom Prozessmaler und prozesspunktnull, in dem wir unser Wissen, Tipps und Neuigkeiten einmal im Monat konsolidiert versenden. Hier könnt ihr euch anmelden, falls ihr auf dem Laufenden bleiben wollt: zum Newsletter (externer Link zu prozesspunktnull.de)

Last but not least

Ich freue mich über jeden Kontakt und jeden Austausch. Schreibt mir, vernetzt euch mit mir, alle notwendigen Infos hierzu findet ihr auf der Seite.

„Wer allein arbeitet, addiert. Wer zusammen arbeitet, multipliziert“.

Euer Bernd