Der erste Tag ist ein Fest. Blumenstrauß, Sekt, Teamfoto, Firmenkugelschreiber.
Alle strahlen, alle haben Zeit. Für genau 30 Minuten.
Danach verschwindet der Alltag wieder aus dem Sichtfeld – und der Neue gleich mit.
Verzweifelte Führungskräfte versuchen dann manchmal, durch klare Strukturen und Prozesse für eine durchdachte Einarbeitung zu sorgen – und stellen erschrocken fest:
Die neue Kollegin arbeitet plötzlich selbstständig. Das war so nicht gedacht.
Das geht besser!
Die große Onboarding-Checkliste für maximale Startverwirrung
☑ Gestalte den ersten Tag wie eine Hochzeit auf Instagram. Je weniger später davon übrig bleibt, desto besser wirkt der Kontrast.
☑ Sorge für große Worte, aber keine Zuständigkeiten. Wer den Neuen betreut? Na… alle. Irgendwie.
☑ Arbeite ohne Einarbeitungsplan – dafür mit spontanen Zurufen aus dem Flur. „Das mach ich dir später noch schnell rein!“
☑ Lass den Neuen erst mal wochenlang zuschauen. Lernen durch Sitzen. Am besten ohne Bildschirmzugang.
☑ Erkläre Prozesse nicht – zeige einfach, wie du’s machst. „Ich klick hier immer so rum, das passt dann schon.“
☑ Vermeide jede Form von Dokumentation. „Das steht bestimmt irgendwo in Teams… oder war das in OneNote?“
☑ Plane keine Feedbackgespräche. Wer was wissen will, kann ja fragen. Oder googeln.
☑ Sorge dafür, dass das Team betont, wie voll es gerade ist. „Sorry, für dich hab ich heute echt keine Zeit.“
☑ Stell sicher, dass niemand weiß, wann die Probezeit endet. So bleibt’s für alle spannend.
💡 Fazit für ambitionierte Führungskräfte
Onboarding ist wie ein Neujahrsvorsatz: Am Anfang macht man alles richtig, und hört dann einfach auf. Geheimtipp: Je weniger vorbereitet dein Team ist, desto schneller merkt der Neue, wie der Hase wirklich läuft.
PS: Die passenden StörBilder dazu gibt’s wie immer in meinem WhatsApp-Kanal [→ hier klicken]. Und für alle, die noch hoffen, dass Zusammenarbeit kein Zufall sein muss:
Im Blog & Podcast auf Prozessmaler.de gibt’s mehr Stoff zum Stirnrunzeln.







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