In vielen Unternehmen wird ein entscheidender Denkfehler gemacht: Teams oder Abteilungen werden mit Prozessen verwechselt.
Das klingt erstmal nach einer Kleinigkeit – ist aber oft der Grund, warum Organisationen unklar bleiben, Zuständigkeiten verschwimmen und Verantwortlichkeiten endlos diskutiert werden.
Ein Beispiel: Marketing
Marketing ist kein Prozess. Marketing ist eine Überschrift. Oder eine Abteilung. Manchmal sogar nur ein Sammelbegriff für alles, was irgendwie mit Außenwirkung zu tun hat.
Erst wenn man Marketing in konkrete Tätigkeiten herunterbricht, wird daraus ein Prozess:
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Werbung gestalten
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Kampagnen aufsetzen
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PR-Material veröffentlichen
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Broschüren erstellen
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Messen vorbereiten
Jeder dieser Punkte hat andere Abläufe, andere Beteiligte, andere Ziele.
Ein weiteres Beispiel: Vertrieb
Auch Vertrieb wird oft als „der Prozess“ betrachtet. Aber tatsächlich steckt dahinter eine ganze Reihe unterschiedlicher Prozesse, zum Beispiel:
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Neukundengewinnung
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Angebotserstellung
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Vertragsverhandlung
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Key-Account-Management
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After-Sales-Betreuung
Diese Prozesse laufen nicht nur inhaltlich anders ab – sie stehen auch in der Prozesskette an ganz anderen Stellen.
Warum es problematisch ist, alles in einen Topf zu werfen
Wenn einfach gesagt wird: „Vertrieb ist verantwortlich“ oder „Marketing kümmert sich darum“,
dann passiert Folgendes:
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Niemand weiß, wer konkret zuständig ist.
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Aufgaben werden hin- und hergeschoben.
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Schnittstellen bleiben unklar.
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Verantwortlichkeiten verschwimmen.
Im Ergebnis wird der Bereich unübersichtlich – und jedes Projekt zum organisatorischen Glücksspiel.
Ein prozessorientierter Ansatz sorgt für Klarheit
Teams oder Abteilungen sind funktionale Einheiten. Prozesse sind Abläufe, die unabhängig davon verlaufen können – oft über mehrere Teams hinweg.
Wer Prozesse identifiziert, benennt und abgrenzt, schafft:
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klare Zuständigkeiten
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bessere Transparenz
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weniger Reibungsverluste
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mehr Orientierung für alle Beteiligten
Ein Gedanke zum Schluss
Je früher man trennt, was funktionale Einheit ist und was Prozess, desto klarer wird alles andere.
Deshalb lohnt es sich, genau hinzuschauen: Spricht man gerade über ein Team, über ein Thema – oder über einen echten Prozess? Diese Unterscheidung macht den Unterschied zwischen dauerhaften Problemen und funktionierenden Abläufen.







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