Lange ToDo listen sind normal! Aber…

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Die ToDo Liste wächst und wächst…Und du suchst händeringend nach Lösungen:

  • Die Produktivität-Coaches erzählen dir, dass es nur eine Frage des richtigen System sei („So bekommst du leere To-Do-Liste“)

  • Selbstoptimierungs-Gurus versprechen, mit den 5 ultimativen Hacks werde alles einfach und überschaubar

  • Führungskräfte-Coaches schieben alles auf Delegation und Kommunikation (als ob die Arbeit dann plötzlich weniger würde oder die Probleme sich in Luft auflösten…)

  • Und LinkedIn-„Influencer“? Die verbreiten ihr Idealbild von Führung und Organisation , als sei es für jede Branche und jede Rolle 1:1 umsetzbar. Wenn du nicht dazu gehörst, fühlst du dich schlecht.

Die Realität ist: Lange To-Do-Listen sind in vielen Bereichen völlig normal. Es gibt schlicht viel zu tun – Punkt.

Problematisch wird es, wenn immer wieder dieselben Themen und Baustellen auf dieser Liste auftauchen.

Typische Symptome

  • Aufgaben, die seit Monaten nicht erledigt werden

  • wiederkehrende Brandherde („Da müssen wir uns dringend mal drum kümmern…“)

  • immer gleiche Probleme, die in Meetings diskutiert, aber nie nachhaltig gelöst werden

  • operative Aufgaben, die eigentlich längst standardisiert gehören

Was steckt dahinter?

In meiner Arbeit mit Teams und Führungskräften sehe ich oft, dass solche Dauer-To-Dos kein Zufall sind. Häufig sind sie ein Signal für strukturelle Lücken, zum Beispiel:

  • unklare Verantwortlichkeiten

  • fehlende Standards oder Prozesse

  • zu wenig Zeit für Ursachenanalyse

  • Angst vor Konflikten oder Veränderung

Kurz gesagt: Es ist einfacher, Symptome zu verwalten, als einmal die Ursache aus der Welt zu schaffen.

Drei Fragen zur Selbstreflexion

  1. Welche 3 Aufgaben tauchen auf meiner Liste immer wieder auf?
  2. Was wäre nötig, damit diese Aufgaben gar nicht mehr auftauchen?
  3. Warum ist das bisher nicht passiert?

Ein Gedanke zum Schluss

Es ist normal, viel zu tun zu haben. Aber es ist kein Naturgesetz, ständig dieselben Probleme zu bearbeiten.
Irgendwann lohnt es sich, weniger zu arbeiten – und stattdessen an den Ursachen zu arbeiten. Das spart Zeit, Energie und Nerven.

Oder was ist dein Geheimrezept?

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