Du willst, dass alles besser wird? Dann mach’s wie viele andere: Hol dir ein Qualitätssiegel! Denn wenn Prozesse nicht funktionieren, Strukturen wackeln und keiner so richtig weiß, was er tun soll – dann brauchst du kein neues System. Du brauchst ein Audit.
Verzweifelte Führungskräfte versuchen dann manchmal, durch klare Strukturen und Prozesse für wirksame Abläufe zu sorgen – jenseits von Zertifizierungs-Checklisten. Das führt natürlich dazu, dass plötzlich echte Qualität entsteht, statt nur Doku-Qualität. Wer will das schon?
Mit dieser Checkliste sorgst du dafür, dass du auch ohne echte Wirkung trotzdem durch jedes Audit kommst.
- Lege einen Qualitätsbeauftragten fest – am besten ohne echtes Mandat. Hauptsache, es gibt einen Namen im Organigramm.
- Dokumentiere jeden Prozess – aber bitte so, dass ihn nur Auditoren verstehen.
- Sorge dafür, dass Prozesse regelmäßig überprüft werden – idealerweise von Leuten, die sie nie anwenden.
- rstelle ein QM-Handbuch, das niemand liest – aber dessen Deckblatt immer aktuell ist.
- Führe interne Audits durch, in denen über Formalien gesprochen wird – nicht über Wirksamkeit.
- Sag bei Abweichungen: „Das ist historisch gewachsen.“ Klingt erfahrungsbasiert.
- Wenn der Auditor nach Verbesserung fragt: Zeig auf die letzte Formatänderung in der Vorlage.
- Verpflichte alle auf die Einhaltung der Prozesse – erkläre sie aber nie.
- Mach die Zertifizierung zum Jahresziel – nicht die Verbesserung der Arbeit.
Fazit für ambitionierte Führungskräfte:
Normen sind ein hervorragendes Alibi für fehlende Klarheit. Denn wenn alles dokumentiert ist, war es zumindest auf dem Papier korrekt – und niemand muss sich um Wirkung oder Alltagstauglichkeit kümmern.
PS: Weniger Arbeitsverhinderungsstrategien, dafür mehr Erfahrungen







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